DEUTSCHE VERWALTUNGSGEWERKSCHAFT DEUTSCHEVERWALTUNGSGEWERKSCHAFT
14. Juli 2017

Tarifbereich

Intensive Beratungen im Tarifbereich

Das aktuelle Tarifgeschehen, aber auch die Entwicklung des Tarifbereichs innerhalb der DVG waren vor kurzem Gegenstand intensiver Beratungen. Kollegin Christine Starz, Sprecherin des Tarifbereichs, konnte hierzu erstmals für Unterfranken Kollegin McCave begrüßen. Damit ist der Tarifbereich in fast allen Bezirksvorständen und nahezu flächendeckend in der DVG vertreten.

An den Beratungen nahm ebenfalls wieder Landesvorsitzender Kurt Rieß und als Gast der neue Bezirksvorsitzende von Schwaben, Kollege Roman Gepperth teil. Dieser hat es auf seine Fahnen geschrieben den Tarifbereich auch bei der DVG Schwaben zu fördern. Er beabsichtigt demnächst hierzu auch in einigen Landratsämtern Gespräche zu führen.

Nach der Darstellung der aktuellen Situation im Tarifbereich durch Kollegin Starz und der aktuellen gewerkschaftspolitischen Situation durch Vorsitzenden Kurt Rieß entzündete sich die Diskussion rasch und heftig am "Bayernbonus". Dieser kommt dem Tarifpersonal und den Pensionisten bedauerlicherweise nicht zu Gute.

Dies wurde mit Enttäuschung und Verbitterung zur Kenntnis genommen, denn gerade in der Inneren Verwaltung war das Tarifpersonal in vielfacher Weise mit der Bewältigung der Flüchtlingsproblematik und der Flüchtlingsaufnahme befasst. Das ausgerechnet dieser Personenkreis jetzt von der Sonderzahlung ausgenommen wird, führt zu dem Empfinden eines erheblichen Gerechtigkeitsdefizits. Gleich in zwei Regierungen war dies dann auch Anlass, um Petitionen im Bayerischen Landtag mit den Unterschriften von nahezu tausend Beschäftigten einzureichen.

Die Einstellung von zusätzlichen 4 Mio Euro als Leistungszulage/Leistungsprämie im Doppelhaushalt 2017/2018 ist zwar grundsätzlich erfreulich, stelle aber schon allein in der Größenordnung keinen adäquaten Ausgleich für die entgangene Sonderzahlung dar.

Dies gilt umso mehr wenn in Betracht gezogen wird, dass eine Höhergruppierung von E 9 auf E 10 gerade einmal Netto 13,00 € zusätzlich einbringt.

Für dringend notwendig wurde es aber auch befunden bei den nächsten Tarifverhandlungen über die DVG-Bund verstärkt auf die Einführung des linearen Stufenaufstiegs im TV-L hinzuwirken.